Gestern installierte ich das neueste Manjaro auf dem alten Laptop einer Freundin. Der Laptop, ein alter Medion, hat ein einfaches BIOS, das gerade mal als Option gestattet, den Legacy Mode zu aktivieren oder zu deaktivieren. Die SATA-Platte war mit MBR konfiguriert. Ich versuchte mehrfach vergeblich, eine GPT-Partitionierung anzulegen. Na gut, dann eben doch MBR.
Mit manueller Partitionierung bei der Installation kam aber immer die Fehlermeldung, ich solle doch GPT anwenden. Zudem konnte ich keine Boot-Partition /boot/efi im DropDown-Menü finden, sondern nur /boot.
Schließlich wählte ich die zweite Option des Installers: Festplatte löschen und Manjaro installieren. Dabei wählte ich btrfs.
Die Installation lief glatt durch. Als ich die daraus entstandene Partitionierung untersuchte, war ich erstaunt, dass es nur eine große btrfs-Partition gab, mit zahlreichen MountPoints, zu denen auch (das wunderte mich besonders!) KEIN /boot gehörte. Ich dachte bisher, dass /boot immer in eine FAT32 Partition gehören würde und dass z.B. linuxswap ebenfalls eine extra Partition benötigen würde. Kurzum, ich fand folgende Einhängepunkte:
/, /home, /swap, /var/cache, /var/log
Ich habe gerade keinen weiteren Laptop zum Installieren, bei dem GPT möglich ist. Aber wenn, dann wäre ja der ganze bisher von mir betriebene manuelle Partitionierungs-Aufwand für die Katz und ich könnte ja auch da alles in einer großen btrfs Partition installieren lassen. Wäre ja viel einfacher! Und vielleicht wäre im Fall des Falles auch eine System-Wiederherstellung einfacher?
Was für ein Medion? Bitte die genaue Bezeichnung posten sowie ein inxi -Fz.
Ich weis, da kommen bestimmt jetzt wieder mehrere Meinungen dazu, aber bei so einem alten Teil würde ich zu ext4 raten und btrfs aussen vorlassen.
Vieleicht reicht das schon.
Also ich selber verwende auch Legasy Bios und MBR und BTRF. Wenn ich Linux Instaliere mache ich immer benutzer definiert bei den Platten.
Normal brauchst du eine 8 Mb unfortmatierte Partition und dann eine zweite wo das System dradrauf ist bei Wunsch kannst duch auch mehr machen zb Home auf eine zweite Festplatte/ Partition.
Was MBR angeht und Gpt die Unterschiede sind
Das hat Google Ki ausgespuckt bezeiht sich auf Windows aber die Technischen Daten sind gleich bei Windows und Linux
Speicherkapazität: MBR unterstützt Festplatten mit maximal 2 Terabyte (TB). GPT hingegen unterstützt gigantische Festplatten von bis zu 18 Exabyte
Anzahl der Partitionen: Mit MBR sind maximal 4 primäre Partitionen (oder 3 primäre und eine erweiterte Partition) möglich. GPT erlaubt bis zu 128 Partitionen ohne den Umweg über spezielle Partitionstypen.
Sicherheit: MBR speichert alle Boot- und Partitionsdaten an einem einzigen Ort. Wird dieser Sektor beschädigt, kann das System oft nicht mehr starten oder Daten gehen verloren. GPT speichert diese Daten mehrfach am Ende und Anfang des Datenträgers und nutzt Prüfsummen, was das System deutlich widerstandsfähiger gegen Datenkorruption macht.
Kompatibilität & Boot-Modus: MBR arbeitet traditionell mit dem alten BIOS zusammen. GPT erfordert ein modernes UEFI und unterstützt zudem neue Sicherheitsfeatures wie Secure Boot.
Ich habe damals Windows 10 bei mir aufm Pc gehabt und habe Linux auf einer 2 partition gemacht. Damals war Bios bei mir auf Legasy. Ich habe noch nie Uefi benutzt. Probleme hatte cih deswegen auch noch nie gehabt. Mein Pc ist auch über 10 Jahre alt, I9 9900k Intel Cpu.
Also ich jetzt nix schlechtes berichten. Am Ende sollte es egal sein es funktionioert beides. MBR is halt noch aus der Zeit als es noch keine grossen Festplatten gab und wie gesagt GPT ist halt der nachfolger.
Was EXT4 und BTRFS angeht also ich bevorzuge BTRFS falls das system crasht/Update schiefläuft kann ich das leichter wiederherstellen. EXT4 is halt das ältere Format. Ich habe auch schon gelesen das viele Probleme haben mit BTRFS und einer SSD/M2 Festplatte (Da gab es doch eine Diskusion im alten Forum, kurv bevor das neue Forum kam). Ich habe auch das System auf einer M2 und es geht, hatte auch bisher keine Probleme damit.
Normal sagen die meisten nimm EXT4 das ist ausgereift und macht die wenigstens Probleme.
BTRFS musste halt über Snappunkte im Bios das System wieder herstellen.
Bei EXT4 musst du halt über USB stick booten und zb via Timeshift oder anderen Programem das System wiederherstellen wenn du es brauchst.
@LaGGGer Ich war nur zu Besuch, als ich die Installation auf dem alten Laptop vornahm. Jetzt ist sie in Urlaub, sodass ich auch nicht per Fernwartung inxi aufrufen kann. Zudem: Was soll das bringen? Die Kiste läuft doch.
Ich habe hier geschrieben, weil ich die sich ergebende Partitionierung so überraschend fand: eine große BTRFS-Partition bei der sogar das sonst übliche /boot/efi/ in den BTRFS-Baum integriert wurde, statt wie ich es von manueller Partitionierung gewohnt bin, eine FAT32 Partition mit /boot/efi/ zu erstellen. Und ein separat partitioniertes Linux-Swap ist auch nicht mehr nötig.
Da BTRFS die zu einem Einhängepunkt gehörenden Größen variabel hält im Gegensatz zu einer fixen Partitionierung, ist diese Anordnung ja viel vorteilhafter, als meine bisherige manuelle Partitionierung! Und das würde für mich bedeuten: Wenn ich die nächste Manjaro-Installation durchführe (auf zeitgemäßer GPT-Partitionierung), werde ich die automatische Installation wählen und würde dann ja das gleiche Ergebnis erzielen, wie mit dem alten Laptop. Und ich hätte weniger Aufwand und weniger Fehlermöglichkeiten.
Es geht also mir hier nicht um Fragen von MBR oder GPT usw. Die Tatsache, dass anscheinend NUR mit der automatischen Installation der alte Laptop mit MBR ans Laufen zu bekommen war, führte zu dem mich überraschenden Ergebnis der durchgehenden BTRFS-Partition und der damit einhergehenden drastischen Vereinfachung. Und das wollte ich hier mitteilen.
@PepsiRaver Dein Optimismus betr. BTRFS und der wegen der Timeshift-Snapshots angeblich leichten Systemwiederherstellung „ehrt“ dich. Aber ich habe bereits drei Systeme mit BTRFS geschrottet und konnte sie nicht mittels der Snapshots wieder herstellen. Zahlreiche Diskussionen im internationalen Manjaro-Forum drehen sich genau um diesen Punkt, wie z.B. Im Ergebnis lief es für mich bisher immer darauf hinaus, das System nach stundenlangen Versuchen, es zu retten, neu zu installieren. Man muss realistisch sehen, dass ein (Timeshift) Snapshot eben kein Backup ist und zudem Timeshift beschreibbare Snapshots erstellt, statt ReadOnly.
Es gibt eine Diskussion um die Software „Snapper“. So weit ich verstanden habe, erstellt auch die nur einen Snapshot, den man dann per BTRFS send / receive sichern und wiederherstellen kann.
Ein echtes Backup soll sich mit Backrest erstellen lassen, wobei der Entwickler betont, dass es für ein System-Backup nur eingeschränkt tauglich sei. Aber immerhin ist es deduplizierend und inkrementell.
Wenn man wirklich „das System“ in Form eines echten Backups sichern will, muss man anscheinend zu Clonezilla bzw. der spezialisierten Version Rescuezilla greifen und dies vom Stick booten. Rescuezilla sichert dann aber absolut alles, was auf dem Laufwerk ist – arbeitet also nicht nach Partitionen oder gar Volumes, sondern Laufwerk-Sektor für Sektor wie eine Hardcopy. Brauchbar wäre dann also eine Manjaro-Installation, bei der das System auf einem relativ kleinen Laufwerk von z.B. 250 GB liegt und alles ab /home auf einem separaten Laufwerk. Dann ist das Backup nie größer als 250GB.
Ich habe selbst immer noch keine Backup-Lösung für meine Systeme, zumal meine Systemlaufwerke meist ab 1 TB groß sind. Bisschen viel für Rescuezilla!
Und ich habe seit mehreren Jahren nie Probleme gehabt, die auf BTRFS zurück zu führen gewesen wären. Das System ist IMHO sehr zuverlässig. Ich habe meine Systeme abgeschossen mit:
unvollständigen Updates über Pamac
abgebrochenen Updates über Pacman oder Pamac
zerstörter Bootloader nach Anwendung von hwupd
Fehler in einem AUR-Paket / Kompilierung abgestürzt
Stromausfall während Systemstart
alle diese Dinge haben nichts mit BTRFS speziell zu tun und führen unabhängig vom Filesystem immer zu Problemen.
Was ich nicht verstehe ist: Die Idee, in eine BTRFS-Installation automatisch Timeshift-Snapshots zu integrieren und zu aktivieren, ist sehr gut gedacht. Aber leider bis heute sehr schlecht umgesetzt. Ich habe im internationalen Manjaro-Forum noch keinen Anleitung oder keinen Bericht eines Users gelesen, der von einer problemlosen Systemwiederherstellung auf Grundlage eines Timeshift-Snapshots berichtet. Hier wäre ehrliche Information angebracht und möglichst bald eine wirklich zuverlässige Lösung!
Und was mich ärgert ist die Aussage mancher User, dass ein Linux-System / Manjaro so schnell und einfach wieder neu installiert werden kann, dass sich die ganze Diskussion um Backup / Systemwiederherstellung erübrigen würde. Das empfinde ich als arrogant. Wenn ich meinen Arbeitsrechner neu aufsetzen müsste, gehen voraussichtlich zwei Arbeitstage ins Land. Nicht die Installation ist aufwendig, sondern das Einrichten aller Programme, bis man wirklich arbeitsfähig ist.
Aber gerade in diesem Zusammenhang finde ich es wertvoll, solche Dinge aufmerksam zu verfolgen wie das, was ich im ersten Post schrieb: Plötzlich ist die Installation und die Struktur auf dem Laufwerk super einfach, ohne jede manuelle Partitionierung:
einfach BTRFS auswählen und den Punkt: Festplatte löschen / formatieren und Manjaro installieren. Und alle bisher für erforderlich gehaltenen Partitionierungen fallen weg, weil alles im BTRFS-tree hängt. Vermutlich ist das ein großer Vorteil, wenn die Timeshift-Wiederherstellung funktionieren würde. Denn im Snapshot müsste ja dann auch der bootloader usw. enthalten sein, der sonst oft Probleme macht.
Ich hatte hier eine Liste mit Links zur Diskussion der Systemwiederherstellung mit BTRFS-Timehsift-Snapshots eingefügt. Dann erhielt ich die Fehlermeldung, man könne nur max. 2 Links hier im Forum einfügen. Ganze Arbeit wieder umsonst! DAS ärgert mich!!! Ich sehe aktuell auch nicht, wie ich zumidnest eine TXT-Datei anhängen kann.
Nicht mal eine TXT-Datei konnte ich hier anhängen! Jetzt biete ich eben ein PNG meiner Textdatei an. Viel „Spaß“ beim mühsamen Lesen und abtippen. Und „Danke“ an die Forenbetreiber, die mit solchen Restriktionen unnötig das Leben schwer machen und Engagement erschweren.
Bleib mal locker! Das war keine Restriktion, sondern ich habe da einfach nicht an Textdateien gedacht.
Das manche immer gleich so ausflippen müssen!
Du siehst, wie viele Links ich mitteilen wollte? Das ist zeitaufwändig! Und Zeit ist immer knapp bei mir und ist ja schließlich auch Lebenszeit.
Um so ärgerlicher ist es, wenn sich nach diesem Aufwand heraus stellt, dass die Links so nicht gepostet werden können. EDIT: Ich erhielt klar die Fehlermeldung, dass nur max. 2 Links in einem Beitrag gepostet werden dürfen.
Dann versuchte ich es mit einer TXT-Datei mit den Links. Und erst als nicht mal das funktionierte… ja da war mein Ärger groß genug, das hier auch zum Ausdruck zu bringen. Vom „Ausflippen“ kann hier aber wohl keine Rede sein.!
Ich wünsche mir, dass hier auch TXT-Dateien und PDFS angehängt werden können.
Hallo Clemens,
naja, Du kannst solche Linklisten auch über einen kostenlosen Dienst ins Netz stellen, z.B. mit https://pastebin.com
Da hast du dann genau einen Link zum veröffentlichen. Geht genauso scnell oder langsam wie ein Screenshot…
Ich hatte noch einen Laptop mit BIOS von 2012, aber schon Anfänge von UEFI-BIOS. Natürlich habe ich UEFI und SecureBoot deaktiviert und daann auf einer SATA SSD mit GPT automatisch installiert, so wie bei dem Laptop meiner Freundin, aber eben mit GPT.
Resultat: Jetzt wurde eine separate FAT32 Partition /boot/efi/ mit 300 MB Größe angelegt und ein 8,8 GB Swapfile (bei 16 GB RAM) als weitere Partition. Der Rest ist BTRFS. Manuell hätte ich /boot/efi/ mit 500 MB angelegt und das Swap = RAM-Größe, also 16 GB.
Diese Installation habe ich versuchsweise über einen Ventoy-Stick vorgenommen. Prompt klemmt es schon wieder: Nach dem Reboot ins frisch installierte System wird mein Passwort nicht akzeptiert! Schon geht die Pfuscherei wieder los. Bei der Installation auf dem Laptop der Freundin hatte ich mit Balena Etcher einen Stick geflasht und hatte dieses Problem nicht.