Wo / wie hänge ich meine neue Datenpartition richtig ein? - Ziel ist es, sichere Backups erstellen zu können

Ich hatte in dem Thread Ideensammlung zur Systemsicherung und Wiederherstellung - #2 von Clemens meine Planung betr. zuverlässiger Backup-Erstellung beschrieben: Boot-Partition und das komplette Root-Volume werden als zwei Partitionen mit RescueZilla gesichert. Alle Daten liegen auf einer separaten Partition und werden dort mit Restic gesichert.

Nun habe ich an einem bislang kaum benutzten Laptop versucht, nachträglich die gewünschte Partitionierung herzustellen.

Bisher folgte meine Partitionierung weitgehend dem von der Manjaro-Installationsroutine vorgeschlagenen Schema:

Einhängepunkt Größe Dateisystem Einhängepunkt Markierung
500 MB FAT32 boot/efi /boot/efi
Linux-Swap 16 GB LinuxSwap linuxswap swap (1 x Hauptspeicher)
/ Rest GB BTRFS / root

Jetzt möchte ich alle Daten auf einer separaten Partition haben. Dazu habe ich zunächst über einen Live-Stick das Root-Volume mit GParted verkleinert. In den freien Platz habe ich die neue Partition gelegt. Nach dem Reboot des Laptops lief alles einwandfrei. Die Verkleinerung von Root hat dem BTRFS nicht geschadet. Dann habe ich die neue Partition mit chmod mir als User zugeteilt. Manuell gemounted, wird sie unter /run/media/Daten angezeigt, aber nach dem nächsten Booten ist sie wieder draußen.

Ich möchte sie auch gar nicht dort einhängen, sondern möglichst direkt unter /home/clemens. Denn künftig sollen ja alle Daten darauf landen, während unter /home/clemens nur die üblichen Konfigurationsdateien verbleiben. Ich verspreche mir davon, dass mir im Idealfall im Thunar gar keine Gelegenheit geboten wird, Daten unter /home/clemens abzulegen, sondern immer sofort auf der neuen Partition, die ich mit „Daten“ bezeichnet habe.

Also habe ich zunächst alle Daten, die aktuell noch unter /home/clemens… gelagert waren, auf einer externen Disk gesichert und dann bis auf die Konfigurationsdateien alles unter /home/clemens gelöscht. Denn wenn ich eine Partition hier mounte, werden alle evtl. am Mountpoint noch liegende Daten unzugänglich / verdeckt.

Fragt sich nur, wie ich die neue Partition korrekt einhänge! – Mein erster Versuch, die neue Partition in der fstab mit:
UUID=db44e8d2-5fa8-43a1-940a-970484529933 /home/clemens/Daten btrfs defaults,noatime,compress=zstd:3 0 0

einzubinden, führte gleich in den Panic Modus. Die UUID hatte ich korrekt mittels GParted und später auch unter Thunar / Eigenschaften heraus gelesen.

Oder müsste ich, weil die neu angelegte Partition ja auf der gleichen NVME liegt, wie die System-Bestandteile, die Partition über PARTUUID einbinden?

Und ist das überhaupt der korrekte Einhängepunkt? Denn dann werden ja evtl. auch die Konfigurationsdaten „verdeckt“ und unzugänglich.

Hallo @Clemens, ich bin nicht sicher, ob ich dein Setup richtig verstehe, kein Wunder bei der Hitze :grinning_face_with_smiling_eyes:

Verstehe ich das richtig:

  1. Die Daten sollen unter /home/clemens/Daten liegen, während die eigentlichen Home-Einstellungen ganz normal unter /home/clemens bleiben?
  2. Du nutzt dafür btrfs ohne eigene subvolumes, also einfach als normales-Dateisystem?

Sorry, wofür soll das gut sein?

Betrifft:

Ziel ist es, sichere Backups erstellen zu können

Das mache ich seit Jahren problemlos mit BackInTime (rsync), sowohl unter Mint als auch unter Manjaro. Erstellte Backups von /home habe ich mind. schon eimnal erfolgreich wiederhergestellt, bzw. auf eiinem neuen PC eingespielt.

Wenn Linux ein Problem macht und Timeshift das nicht beheben kann, ist das System mit meinen Paketen schnell neu installiert. Anschließend ist /home, egal ob mit btrfs-Subvolumes oder ext4, ebenso schnell wieder eingebunden. Und falls in /home doch einmal etwas fehlt oder beschädigt ist, habe ich ja immer noch meine rsync-Backups (auf einer externen Festplatte und einem NAS).

Mein Vorgehen ist natürlich nur sinnvoll, wenn man (wie ich) das komplette System einschließlich aller Konfigurationsdaten, die in /home/clemens/ liegen, mittels RescueZilla sichern will. Da RescueZilla partitionsweise sichert, sollte die Systempartition nur so groß wie nötig sein plus etwas Reserve halt. Mit ca. 64 GB würde ich auskommen. Und dann wird nicht nur Root gesichert, sondern auch die sensible /boot/efi/ Partition gleich mit. So habe ich nie wieder Ärger mit einem defekten Bootloader, an dem ich mit GRUB usw. herum pfuschen müsste. Und ich könnte eine extra Sicherung mit RescueZilla erstellen von der Partition, auf der sich alle meine VMs befinden.

Aufgrund früherer Versuche, bei denen viel schief ging, habe ich mich dazu entschlossen, ein echtes partitions-orientiertes Backup zu erstellen, das sich ohne Probleme genau so auch zurück sichern lässt. Dabei werden weitere evtl. weitere noch auf dem Datenträger vorhandene Partitionen nicht angefasst. So habe ich also eine saubere Trennung zu all meinen Daten. Und die sichere ich dann mit Restic.

Und ich widerspreche deiner Behauptung:

Wenn Linux ein Problem macht und Timeshift das nicht beheben kann, ist das System mit meinen Paketen schnell neu installiert. Anschließend ist /home, egal ob mit btrfs-Subvolumes oder ext4, ebenso schnell wieder eingebunden.

Du kennst doch meine PCs gar nicht! Bei meinen beiden Laptops mag das ja noch hinkommen mit der Neu-Installation. Aber für die Neu-Installation meines aktuellen Desktop-Hauptrechners brauche ich ca. 4 Stunden. Aber danach kommt die Zeit, in der ich all diese Programme einrichten muss, die Schrift-Fonts installieren muss, die Druckertreiber und das Farbmanagement dazu (TurboPrint), Nextcloud-Desktop, die Browser-Einstellungen usw. usf. – Dafür rechne ich ca. 4 Tage mindestens! – Wenn ich statt dessen immer zwei Backups des kompletten Systems über RescueZilla vorrätig habe und das auch für meine beiden Laptops, bin ich immer auf der sicheren Seite.

Und meine Daten teile ich auf in diejenigen, die in einem Archiv auf einen Zugriff warten und diejenigen, mit denen ich häufig arbeite. Mit Krokiet aus AUR vermeide ich, dass allzu viele Daten doppelt gespeichert sind in diesen beiden Bereichen.

Aber nun zurück zu meiner anfangs gestellten Frage:
Nachdem ich Einiges ausprobiert hatte, wie z.B. die Daten-Partition über Symlink einbinden und nachdem ich auch einen Tippfehler in meiner fstab gefunden hatte… Da kam ich zur Einsicht, dass es nicht möglich ist, die Partition so einzuhängen oder zugreifbar zu machen, dass deren Inhalt direkt unter /home/clemens/ sichtbar wird. Es bleibt immer bei /home/clemens/Daten
Das ist auch unabhängig von PARTUUID oder UUID in der fstab. Denn der Unterschied hier liegt darin, dass beim Mounten von UUID der Kernel die in den Metadaten der Partition enthaltene UUID auslesen muss (bei BTRFS hat jedes Volume die gleiche UUID) während dies bei PARTUUID nicht nötig ist, da hier eine feste Zuweisung besteht.

Jedenfalls funktioniert jetzt alles wie gewünscht.

Stimmt, du hast mich erwischt :wink:

Meine Aussage beruht auf meinen Erfahrungen mit Intel-CPUs & GPUs (bin kein Spieler), die ich seit vielen jahren nutze. Natürlich haben wir nicht dieselben Systeme. Die Programme und auch die Einstellungen, die ich verwende, funktionieren bei mir problemlos und fast alles befindet sich in meinem /home, mit Ausnahme meines Webservers, den ich auf dem PC nur zu Testzwecken betreibe.

Aber letztendlich ist das auch egal. Du hast dein System so eingerichtet, wie es für dich am besten funktioniert, und das ist schließlich das Entscheidende.