Paketmanager mit GUI

Hallo!

Ich habe ja gestern schon in dem anderen Thread geschrieben dass ich einen neuen aufmache bezüglich eines Themas, was mir ehrlich gesagt schon länger durch den Kopf geht.

Ich weiß ehrlich gesagt den aktuellen Stand von Pamac nicht, aber der wird glaube ich, nicht mehr so wirklich weiterentwickelt.

CachyOS hat einen neuen Paketmanager namens Shelly. Ich habe mir das Ding mal angeschaut, und finde es, naja, wie soll ich sagen, echt komisch.
Warum komisch? Weil das Ding in C# geschrieben wurde. Ja, das C# von Microsoft. Klar, C# bzw. das .NET Framework ist mittlerweile Open Source, aber es ist imho trotzdem eine komische Kombination.
Abgesehen davon wurde es von 2 entwickelt, die im Microsoft Umfeld Business Software bauen, mit C#.
Für mich hat das einen etwas komischen Beigeschmack.

  1. Native Performance: Das kann überhaupt nicht sein, da bei jedem Start ertsmal das .NET Framework geladen werden muss mit mehreren hundert Megabyte.
  2. Modern UI: Mit GTK 4. Da ist überhaupt nichts modern, außerdem sieht es unter KDE eben nicht mehr nativ aus.
  3. Zum dritten Punkt sage ich jetzt mal nichts, darüber kann man sich streiten.

Wie auch immer, aber aus den oben genannten Gründen habe ich mir überlegt, selbst einen Paketmanager zu bauen.
Bevor die Frage kommt warum, und es gibt ja schon genug, die Antwort steht direkt oben drüber. :wink:

Meine Frage an euch ist, was euch bisher gefehlt hat in den anderen, oder was überhaupt nicht funktioniert hat in den anderen. Oder irgendwas anderes was euch einfällt.

Bezüglich AUR Pakete (und um es mal richtig zu stellen, es sind keine Fremdpakete wie immer behauptet wird. Fremdpakete sind sowas wie PPA bei Ubuntu) lasse ich mir was einfallen wie man das besser kontrollieren kann, habe auch schon die ein und andere Idee.

Wie gesagt, ich bräuchte eure Hilfe was es an Features haben soll.

Also in nutze in letzter Zeit sehr gerne PACUI für die Updates, sehr schnell und zuverlässig und fast eine GUI.

Pamac hat ein angenehme Optik, das Suchen, Finden und Installieren im AUR und SNAP klappt sehr gut, allerdings ist die Dokumentation eher dürftig, oft muß dann auch gleich eine Suchmaschine weiter helfen aber das kann Pamac sich nicht aus den Fingern saugen.

Hallo @Daemon

.NET? :face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth:

Seit meinem Umstieg auf Linux habe ich mich von diesem aufgeblähten Windows-Kram verabschiedet und ich habe auch nicht vor mir davon wieder etwas in mein Linux zu holen.

Zur eigentlichen Frage: Paketmanager mit GUI

Ich nutze inzwischen fast ausschließlich das Terminal, hauptsächlich pacman für Updates und um verwaiste Pakete zu entfernen. Das läuft bei mir über ein Bash-Skript. So habe ich mehr Kontrolle und sehe genau, was passiert.

Trotzdem wäre ich offen dafür, eine neue GUI zu testen, vorausgesetzt sie bietet Transparenz. Ideal wäre z.B. eine integrierte Terminalausgabe zur besseren Kontrolle und auch eine einstellbare Optionen in den Settings, etwa:

  • ob AUR-Pakete aktualisiert werden sollen
  • ob Flatpak einbezogen wird
  • Verwaiste Pakete listen/entfernen

Das ließe sich ja mit der Zeit erweitern.

Bash-Skript - PrintScreen:

beste Grüsse aus Bitburg

@Allfred

Du meinst ein TUI. :wink:

Ja, Snap, würde ich, genauso wie Flatpak oder AppImage niemals nutzen.

@jolic

Finde es „witzig“ dass viele zurück zum Terminal gehen. :wink:
Als ich das immer gesagt habe, dass es im Terminal sauberer ist, kam fast immer Gegenwind. :slight_smile:

Also ich sag es mal so:
Ich muss das nicht machen, ich selbst nutze auch keine GUI (außer ich suche was und finde hunderte Suchvorschläge).

Was ich anbieten kann ist folgendes:
Es gibt eine Terminalversion, eine TUI und eine GUI. Ist kein Problem. Dann kann man es nutzen wie man will.
Und da ich das bei PACUI gelesen habe: Die nutzen für das AUR selbst wieder einen AUR Helper. Das mache ich nicht, das baue ich selbst, dann weiß ich wenigstens was drin ist, und kann die AUR Pakete selbst kontrollieren.

Pamac ist für mich der beste grafische Paketmanager für Arch-Distros. Es liegt zum einen daran, dass ich die schlichte übersichtliche Darstellung sehr mag, deshalb nutze ich auch sehr gerne Gnome als DE. Wenn ich irgendwann feststellen würde, dass er mein System zerschießen würde könnte ich mich sicher auch an Pacman gewöhnen. Allerdings wird es dann für einige in meinem Bekanntenkreis schwierig, da ich ihnen beim Umstieg auf Linux geholfen habe und sie sicher nicht die Konsole verwenden würden… und wenn doch, dann könnte es gefährlich werden… :joy:
Naja, ich könnte ihnen dann Shelly installieren, aber mir persönlich gefällt Shelly im jetzigen Zustand noch nicht und ich bin mir nicht sicher ob es mir jemals gefallen wird.
Momentan ist das Hauptproblem bei Pamac, dass die GUI sich bei größeren Updates (ab ca. 500 mb) manchmal aufhängt, und zwar ausschließlich während des Downloads. Die Updates werden zwar anstandslos durchgeführt (ich glaube nur die aus dem AUR nicht, weil diese Updates nachträglich bearbeitet werden), aber man weiß halt nicht genau wann die Updates fertig werden. Aber mein Bruder, mein Schwager und 2 meiner ehemaligen Kollegen haben das Problem gar nicht, obwohl ich bei ihnen das gleiche installiert habe wie bei mir…

Eigentlich war es auch die Übernahme von Pamac in die offiziellen Repos von CachyOS, weshalb ich zu der Distro gewechselt war, ansonsten wäre ich wohl zu EndeavourOS gewechselt. Jetzt fürchte ich das CachyOS zugunsten von Shelly Pamac ganz fallen lässt - aus dem AUR könnte ich es nicht nutzen weil wegen der speziellen Cachy Repos „libpamac“ gepatcht werden muss.

Ich finde es großartig, dass du anbietest einen Paketmanager mit GUI zu entwickeln, aber es wäre sehr schade wenn du so viel Arbeit investierst und es nachher kaum jemand nutzt.

Diesem Beitrag nach hätte der Gründer von CachyOS wahrscheinlich gerne einen Paketmanager mit GUI entwickelt… leider kam Shelly dazwischen :sad_but_relieved_face:

https://discuss.cachyos.org/t/unresolvable-pamac-and-libpamac-conflicts/8732/12

Ja, naja, ich baue nicht nur einen Paketmanager, sondern habe mir speziell für das AUR etwas überlegt wie man damit umgeht ohne das manipulierte PKGBUILDS bzw. dann die Programme auf die Computer kommen.

Sadly its one of the “best” in terms of usability - the only problem is that it uses its own pacman backend and we need to patch it to be compatible with cachyos and its opimized repositorys.

Das ist dann aber wieder ein Problem von CachyOS, aber keine Ahnung was die „spezielle“ Repos haben.

Hallo.
Ich muss dazu sagen das ich im Moment EOS nutze. Da wird, im Gegensatz zu Manjaro, erst gar nicht pamac installiert.

Außerdem wird im EOS Forum davon abgeraten, Pamac weiter zu nutzen. Der wird (dort?) nicht mehr richtig gepflegt und es gib öfters Probleme.
Ob das ein spezifisches EOS Problem ist, kann ich so nicht sagen, ist ja auch von Manjaro für Manjaro entwickelt worden, nicht für EOS..

Mit Manjaro habe ich pamac öfters mal benutzt, hauptsächlich zur Suche.

Seit ich hier bei EOS bin, vermisse ich pamac überhaupt nicht. Wird alles mittlerweile im Terminal erledigt.

Ich nutze dazu yay, wie ihr wahrscheinlich alle wisst, kann der kann im Gegensatz zu pakman auch noch das AUR bedienen.
Ganz selten nutze ich ein flatpak oder appimage Paket, aber es kommt schon mal vor.

Das Ubuntu eigene Paketformat snap ist mir zuwieder, kommt mir nicht auf die Platte.

Das weiß ich auch nicht, da ich kein pamac nutze. Aber, so war es früher mal, war der halt ausgelegt auf die Manjaro Repos. Und entweder haben die den angepasst, oder halt nicht. Und selbst wenn beim bauen von pamac keine Fehler kommen, heißt es ja nicht das es funktioniert.

Aber ist ein guter Punkt, den hätte ich fast vergessen. Wollte ja noch einbauen dass man die Repos selbst organisieren kann.

Und, weil du yay erwähnt hast, das benutze ich normalerweise auch.
Aber mein Paketmanager nicht mehr, dafür baue ich etwas eigenes, da ich einen Schutz für AUR Pakete einbaue.

Ich habe Shelly auch mal probiert, aber irgenwie lief der nicht so gut. Ich habe was installiert und wusste am ende nicht ob er es jetzt installiert hatte oder nicht weil keine Meldung kam.

Ich sehe Shelly eher als alternative for Octopi an und nicht ersatz für Pamac.

Pamac ist wie zuvor shocn erwähnt einfach zu bedienen übersichtlich. Was ich auch gut finde ist bei Pamac du siehst da besser die abhängikkeiten und konflickte mit anderen Paketen. Bei Shelly oder Octopi ist das sehr schwer zu lesen da. Und die Beschirebungen bei den Paketen ist auch bei Pamac besser da steht wesentlich mehr drinnen als bei anderen.

Was ich immmer bekloppt finde ist. Du suchst zb ein Programm aber nach was sollst du suchen? du weist was das Programm machen soll oder vielleicht auch noch aus welchem Bereich aber wie die Programme alle am Ende heissen weist du ja nicht. Meistens fragt man dann im Forum und irgendwer weis dann vielleicht einen Namen.Das ist auch ein Problem weil viele Aur dann nutzen weil man halt die standart Programmnamen nicht alle kennt. Es gibt viele Programme die viel können oder für manche sachen gibt es auch mehrere alternativen. Und wie gesagt bei Shelly oder auch Octopi da stehen oft keine Infos dabei was das Programm macht oder kann. Und geschwiege nach Funktionen zb zu suchen was ein Programm machen soll geht ja auch nicht das würde auch den Rahmen sprengen.

Es wäre evtl hilsreicher wenn man schon eine grobe Sortierung hätte wie zb Musik Video Textverarbeitung oder solche Untergruppen hätte und dann in denen halt durchsuchen kann und Beschreibungen von den Programmen dann lesen kann was es grob kann.

@Daemon

Was ich anbieten kann ist folgendes:
Es gibt eine Terminalversion, eine TUI und eine GUI. Ist kein Problem. Dann kann man es nutzen wie man will.
Und da ich das bei PACUI gelesen habe: Die nutzen für das AUR selbst wieder einen AUR Helper. Das mache ich nicht, das baue ich selbst, dann weiß ich wenigstens was drin ist, und kann die AUR Pakete selbst kontrollieren.

Das klingt interessant! Mit welchem Tool oder welcher Programmiersprache möchtest du das für Manjaro umsetzen?

Woher soll die Sortierung kommen?
Das müsste ja schon einer bei dem Paket eintragen.
Bei Debian usw. ist das ja tatsächlich drin, bin mir bei aber Arch nicht sicher.

Aber ja, hast recht, eine Kategorisierung wäre nicht schlecht.

Ich mache das Ding nicht nur für Manjaro, sondern für Arch allgemein.
Gibt kein Tool, das wird ganz klassisch manuell gemacht. Und für das was ich machen will gibt es eh kein Tool, da das vorher noch niemand gemacht hat. :wink:

ganz klassisch manuell gemacht

Moien, was ist für dich klassisch? z.B. mit Python, Rust oder Go? und was willst du für die GUI verwenden, z. B. Qt?

Darf ich mal fragen warum dich das interessiert?

Python ist kotz langsam, außerdem eine furchtbare Sprache imho, und Go hat einen Garbage Collector, das muss nicht sein. Go ist auch eher für Server Backends, auch wenn ich damit schon dutzende Desktop Programme gemacht habe.

Klassisch ist für mich kein hunderte Frameworks, wenn es geht noch alles in einen Container gestopft, usw.

Da es hier aber um systemkritische Software geht, nutze ich Rust und als GUI Framework Iced.

Klar! es interessiert mich. Ich habe etwas Erfahrung mit Basic (Gambas), PHP, CSS und JavaScript gesammelt, vor allem bei der Gestaltung meiner eigenen Website und einer Gemeinde mit dem CMS MODX. Allerdings bin ich kein Programmierer!

Es gibt doch in Pamac auch schon Kategorien. Und dort z. B. Foto & Videos usw. Also müsste doch das in den Paketquellen schon irgendwo ersichtlich sein. Ich bin aber kein Programmierer und kenne mich da so auch nicht aus.

Ja bei Debian ist das normal. Bei Arch weis ich nicht ob die das drinnen haben. Naja das müsste halt der Paket betreiber dann machen denke ich das er das Paket zb als Musik kennzeichnet oder wie auch immer. Die Gui zum installieren muss es nicht machen die muss ja nur anzeigen und die Struktur halt haben das es in der richtigen Kategorie dann steht. Bei Arch is halt das Problem bei Arch ist halt es gibt ja nix Offizelles. Das reine Linux Arch besteht ja eigentlich nur aus der Console.Es ist ja einfach gemacht und schlank, da wird vermutlich keine Katalogiesirung geben.