Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

Probleme bei der Installation von Hardware unter Manjaro Linux? Hier wird geholfen.</span
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Elantris
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#16

Beitrag von Elantris »

Installiert ist der smbclient 4.14.0-1 (Ich habe da nichts geändert, es ist das, was das System nach Installation vorgibt)

Rein hardwaretchnisch gibt es auch keine Einschränkungen denke ich, denn auf dem Laptop war mal Windows und da bekam ich 100 MB.
IP6 ist auf automatisch angestellt, aber ich nutze es nicht "bewusst".
Was ich halt sehr verwirrend finde ist, dass er mir die 1000 MBit/s im System anzeigt, wenn ich unter Kabelgebunden schaue. Aber klar, wenn das Protokoll es ausbremst.

Muss ich für NFS noch weitere Software runterladen? libnfs oder nfs-utils?
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LaGGGer
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#17

Beitrag von LaGGGer »

Für den Client brauchst du nfs-common, glaube das ist aber schon in der Grundinstallation mit dabei.
Mit den Parametern in der fstab & Server kennst du dich aus ?
Ansonsten würde ich dir was raussuchen, ich nutze allerdings keine Synology, aber schaun wir mal...
Elantris hat geschrieben: Montag 29. März 2021, 10:56 IP6 ist auf automatisch angestellt, aber ich nutze es nicht "bewusst".
Dann stelle es mal aus und vergleiche, möglicherweise bringt alleine das schon was.
°°
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#18

Beitrag von Allfred »

Um SMB 3.0 frei zu schalten mußte ich auf unserem QNAP NAS ins ( Unter~ Unter~ Unter~ ) Menue. :-X
viewtopic.php?f=24&t=2623
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LaGGGer
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#19

Beitrag von LaGGGer »

Allfred hat geschrieben: Montag 29. März 2021, 11:43 Um SMB 3.0 frei zu schalten mußte ich auf unserem QNAP NAS ins ( Unter~ Unter~ Unter~ ) Menue. :-X
viewtopic.php?f=24&t=2623
Es geht um Synology ....
°°
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#20

Beitrag von Elantris »

Handel ich das mal in der Reihe ab :-)

- nfs-common findet er nicht ABER ich hab nfs-utils und nfs-idmap drauf, ich denke, das entspricht dem, was man benötigt.
- IP6 ist aus, immerhin kopiert er nun mit 20 MB/s

- SMB 2 war voreingestellt, ich hab mal auf 3 erhöht, gebracht hat das allerdings nichts. Und wie erwähnt, der Windows Rechner bekommt ja die volle Netzwerkleistung.

- muss ich das NAS unbedingt in die fstab eintragen? Ich hab da dahingehend schlechte Erfahrungen mit, als dass das NAS dann nie zur Ruhe kommt. Hab ich nur Lesezeichen gespeichert im Nemo, scheint er keine PINGs zu senden, die das NAS nicht einschlafen lassen. Deswegen fand ich die Lösung eigentlich immer sehr praktisch :-) Hatte unter Ubuntu keine Ahnung welche Version mal alles in die fstab getragen.
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#21

Beitrag von gosia »

Hallo Elantris,
Elantris hat geschrieben: Montag 29. März 2021, 13:30 ich hab nfs-utils und nfs-idmap drauf, ich denke, das entspricht dem, was man benötigt.
Ja, Um das denken zu erleichtern, siehe das
https://wiki.archlinux.org/index.php/NFS
bin gespannt, ob das wirklich soviel mehr Geschwindigkeitszuwachs bringt.

viele Grüße
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#22

Beitrag von Elantris »

So, ich hab mich mal durch die Links und hier angedachten Hilfen gearbeitet. Ich kann folgendes berichten:
Es läuft nun auf ca. 18-20 MB/s. Mehr ist nicht passiert.
Allerdings habe ich auch mal, aus Neugierde, alles rückgängig gemacht und die Geschwindigkeit erreiche ich auch über smb.
Etwas fiel mir noch auf: Wenn ich direkt auf ein USB Laufwerk kopiere, dann startet er bei 1 MB und "kämpft" sich dann langsam hoch auf die besagten 18-20.

Kann mir da weiterhin keinen Reim drauf machen. Treiber nicht optimal oder hab ich doch was falsch eingestellt? Wobei ich auch zurück gestellt habe auf DHCP, nur um sicher zu sein, auch wenn ich diese Einstellungen schon ewig nutze (wenn auch mit neuem Router seit irgendwann letztem Jahr).
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#23

Beitrag von zompel »

@Elantris

Vielleicht könntest du auch mal probehalber dein NAS direkt (ohne Umweg über den Router) an dein PC anschließen - nur um zu testen ob es an der Verbindung PC-NAS oder PC-Router liegt.

edit:
Bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, aber ich hatte auch mal Geschwindigkeitsprobleme unter Linux, und ich meine dass sich das irgendwann durch ein Update seitens des NAS erledigt hatte. Ich würde zumindest nicht nur die Manjaroinstallation verdächtigen.

Benutzer 334 gelöscht

Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#24

Beitrag von Benutzer 334 gelöscht »

Elantris hat geschrieben: Montag 29. März 2021, 09:50 Im Internet bekomme ich schnellere Geschwindigkeiten (je nach Server bis zu 65 MB/s), Maximum wären rein rechnerisch 75. Es muss etwas mit der NAS Verbindung zu tun haben. Aber sowie das NAS selbst als auch die Fritz Box stehen auf 1 GBit.
Habe auch schon versucht, ob es an einer bestimmten Platte im NAS liegt, aber er "drosselt" immer auf 12 (100 MBit).
Ich habe aber keinerlei Idee woran das liegen könnte.
Ich würde zuerst überprüfen, ob man die FRITZ!Box unter „LAN-Einstellungen“ von „Green Mode“ auf „Power Mode“ umstellen kann.

Es kann gut möglich sein, daß dein NAS am LAN-Port mit „Green Mode“ hängt.

MfG
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#25

Beitrag von Elantris »

Wie schon beschrieben, sind die LAN Ausgänge auf 1 GBit / s und werden auch genau so erkannt. Zusätzlich bekam ich mit dem demselben Laptop an derselben Fritzbox mit denselben Einstellungen die 100 MB/s. Das NAS sowie die FritzBox sind auf 1GBit eingestellt.
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#26

Beitrag von LaGGGer »

Elantris hat geschrieben: Dienstag 30. März 2021, 07:32 Wie schon beschrieben, sind die LAN Ausgänge auf 1 GBit / s und werden auch genau so erkannt. Zusätzlich bekam ich mit dem demselben Laptop an derselben Fritzbox mit denselben Einstellungen die 100 MB/s. Das NAS sowie die FritzBox sind auf 1GBit eingestellt.
Ok, dann liegts nicht an der Fritzbox, Kabel, oder NAS. Ist definitif der Manjaro Client.
Da du keine fstab mounts nutzt, nehme ich mal an das du über den Dateimanager --> Netzwerk darauf zugreifst.

Auch wenn du es nicht willst, ich rate dir trotzdem das ganze mal über NFS zu versuchen. Ist nun mal für Linux die schnellste Verbindung. Sozusagen von Linux für Linux programmiert.
Und mittlerweile, man solls nicht glauben, kann das auch Windows (pro)

Du musst zunächst nicht über die fstab mounten, temporär geht das übers Terminal:

Code: Alles auswählen

sudo mount   servername:/freigabe       /mountpunkt/im/client
Anstatt Servername geht auch die IP. Manchmal brauchts auch ein local hinter dem Namen = servername.local
Für den Mountpunkt must du einen Ordner erstellen, am besten in deinem home Verzeichnis.
Man kann noch das Protokoll (-t) und Optionen (-o) mit angeben:

Code: Alles auswählen

sudo mount   -t nfs  -o rw,soft      servername:/freigabe       /mountpunk/im/client
An Optionen ist natürlich viel mehr möglich. Dazu würde ich dir wärmsten empfehlen dem link von gosia zu folgen und sich dort einzulesen.
Wenns funktioniert sollten die mounts fest/statisch in die fstab eingetragen werden.
Alternativ wäre das noch über systemd möglich, Ist aber wesendlicht komplizierter. Kannst ja mal danach googeln.

Diese Seiteist auch empfehlenswert, in Deutsch und sehr ausführlich.

PS/OT
Du hast noch geschrieben das deine Synology, bezw. die Festplatten darin nicht zur Ruhe kommen wenn du statisch, also in der fstab mountest.
Also ich hatte auch so ein Teil, bei mir gingen die Platten nur in standby wenn ich das netzwerkkabel abgezgen habe, alles andere hat nichts genützt, deshalb und aus anderen Gründen nutze ich Synology nicht mehr.
Bist du sicher das deine Platten sich nicht mehr ohne die fstab Einträge drehen?
°°
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#27

Beitrag von Elantris »

Bist du sicher das deine Platten sich nicht mehr ohne die fstab Einträge drehen?
Jupp, bin ich. Sofern ich keinen Dateimanager offen hab, der auf das NAS zugreift fahren sie nach einer gewissen Zeit runter. Schneller geht es zwar, wenn der Laptop aus ist, aber seis drum. Windows fragt scheinbar nicht nach, denn da geht es auch sehr schnell.
Es klappt aber auf jeden Fall so wie ich es mache. Verschiedenste Dinge dazu konnte ich bereits feststellen, dass die Apps von Synology z.B. nix taugen bzw. viel zu langsam sind. Allerdings ist die Audio App super, denn wenn man Musik in einer Schleife laufen lässt, läd er das einmal und spielt es dann aus dem Cache und fährt dann das NAS in den Schlaf.
Allerdings ist das bei Linux eine schwierige Sache, was mich etwas stört. Bei der fstab hatte ich das halt mal getestet und bekam damals im Ubuntuusers Forum dann den Tipp es mal so über die Lesezeichen zu versuchen. Das klappte ganz gut. Es gibt aber im Netzwerk eh nur zwei Personen die darauf zugreifen UND mein NAS hat keinerlei Verbindung vom Internet auf das NAS. Die Pings ausm Internet sind der Wahnsinn nach einer Zeit. Das NAS ist also nur für intern und hat Kontakt zum Internet wegen Updates. Ich hab nicht mal eine https Abfrage für ein Zertifikat.
Ich denk, wenn Du Verbindung von außen aufs NAS zulässt, dann kommt so ein NAS nie zur Ruhe.

Mein Synology DS413 läuft mit 4 Platten und die fahren halt in den Schlafmodus. Aufwecken dauert auch dank WD Red Platten dann zwar mal gern 15 Sekunden, aber was solls, ich weiß ja warum ^^
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#28

Beitrag von LaGGGer »

Elantris hat geschrieben: Dienstag 30. März 2021, 13:47 Sofern ich keinen Dateimanager offen hab, der auf das NAS zugreift fahren sie nach einer gewissen Zeit runter.
Ok, ist bei mir schon fast 5 Jahre her, möglicherweise wurde der DiskManager in dieser Hinsucht verbessert. Gut für dich.

Und was ist mit dem Rest den ich vorgeschlagen habe ? War das jetzt umsonst? Ich hab noch einige Vorschläge, aber wenn du NFS nicht in Erwägung ziehst, kann ich mir das sparen.
°°
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#29

Beitrag von Elantris »

Eins nach dem anderen. Ich habe das getestet, nicht verworfen. Es brachte nur keinen Geschwindigkeitsvorteil. Ich habe es auch mit der fstab direkt getestet und es funktionierte auch gut und man merkt es nicht, wenn ich mit kleinen Dateien arbeite. Aber bei größeren Verschiebungen steh ich fast bei denselben Nummern.
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Re: Netzwerkgeschwindigkeit zu langsam

#30

Beitrag von Allfred »

Hast Du die Bremse gefunden?
Ich habe einen interssanten Beitrag gefunden:
BBR statt Bremse
Eine bemerkenswerte Verbesserung am Netzwerkstack.
Der Netzwerkstack BBR des Linux-Kernels wird über die Konfigurationsdatei „/etc/sysctl.conf“ aktiviert.
Die neue Flusskontrolle erscheint aber auch ideal für Server im lokalen Netzwerk, die hin und wieder die Netzwerkbandbreite voll ausschöpfen sollen, etwa bei der Übertragung großer Dateien bei NAS-Geräten, Nextcloud- oder Streamingservern.

Ein kurzer Check im Terminal zeigt über das Kommando
egrep 'CONFIG_TCP_CONG_BBR|CONFIG_NET_SCH_FQ' /boot/config-$(uname -r)
schnell, ob der verwendete Kernel fit für BBR ist. Der Kernel beherrscht die neue Flusskontrolle, wenn danach diese drei Zeilen

CONFIG_TCP_CONG_BBR=m

CONFIG_NET_SCH_FQ_CODEL=y

CONFIG_NET_SCH_FQ=m

ausgegeben werden. Zur Aktivierung der Funktion ist erfreulicherweise kein Serverneustart nötig. Es genügt, auf dem Server die Datei „/etc/sysctl.conf“ mit root-Rechten in einem Texteditor zu öffnen:

sudo nano /etc/sysctl.conf

Dort fügen Sie am Ende der Datei diese drei Zeilen ein, um BBR im Netzwerkstack des Kernels einzuschalten:

# BBR aktivieren

net.core.default_qdisc=fq

net.ipv4.tcp_congestion_control=bbr

Das nachfolgende Kommando

sudo sysctl --system
lädt die geänderten Parameter.
-------------------
Für die Messungen vor und nach dem Wechsel zu BBR kam in unseren Tests das Kommandozeilentool iperf zum Einsatz, das die Geschwindigkeit der Datenübertragung zwischen zwei Linux-Systemen über eine Netzwerk- beziehungsweise Internetverbindung misst. Es funktioniert nach dem Client-Server-Prinzip und erwartet, dass eine Gegenstelle vorhanden ist, auf der ebenfalls iperf im Servermodus läuft. Das Tool liegt in den Standardpaketquellen von Debian, Ubuntu, Fedora und vielen anderen Distributionen. Unter Debian/Ubuntu installieren Sie es beispielsweise mit diesem Befehl:

sudo apt-get install iperf

Auf der Serverseite startet man iperf über die Eingabe von

iperf -s

im Terminal. Auf dem Client startet anschließend der Befehl

iperf -c [Server-Adresse] -i 2 -t 60

den eigentlichen Test mit der Serveradresse als Gegenstelle für 60 Sekunden. Alle zwei Sekunden zeigt das Tool die Messergebnisse an. Es ist aufschlussreich, iperf einmal mit der herkömmlichen Flusskontrolle auszuführen und dann noch einmal mit dem gleichen Server als Gegenstelle, auf welchem BBR aktiviert ist. Die Steigerung der genutzten Bandbreite der Einzelverbindung ist teils erheblich. Um bis zu hundert Prozent bessere Übertragungsraten sind zu erwarten.
-----------------
Risiken und Nebenwirkungen

Es wäre reines Wunschdenken, hier von einer tatsächlichen höheren Bandbreite durch die veränderte Flusskontrolle auszugehen. Die Bandbreite der Netzwerkverbindung bleibt stets gleich. Was sich ändert, ist lediglich die resultierende Übertragungsrate einer Verbindung. Ein Router wie etwa eine Fritzbox hat alle Hände damit zu tun, eine Verbindung zu einem Server mit BBR zu bedienen. Währenddessen warten die anderen Verbindungen zu Servern mit herkömmlicher Flusskontrolle brav auf ihre Daten oder werden heruntergeregelt. BBR geht also an der Schnittstelle zwischen LAN und Internet beziehungsweise auf dem Switch oder Router auf Kosten anderer Netzwerkteilnehmer.
Quelle: https://www.pcwelt.de/ratgeber/BBR-Netz ... 12165.html
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